Posterous theme by Cory Watilo

Til my hip don't hop anymore

Es schwierig, bei einem Fotoshooting nicht nur darum bemüht sein zu müssen, die Seele der fotografierten Person in einer einzigen Fotografie oder einer Serie einzufangen, sondern gleichzeitig auch das Lebensgefühl einer ganzen Subkultur zu vermitteln. Doch beides ist notwendig, wenn man die Person Shawty darstellen möchte.

Ich kenne niemanden, der so stark für ein Lebensgefühl steht, wie sie. Für Hip Hop. Die Aufgabe war relativ klar: Shawty fotografieren. Natürlich ist es dabei ein Leichtes, Hip-Hop-Klischees zu porträtieren oder gar persiflieren: "Gangster" mit viel Bling Bling, fette Karren, auf dicke Hose machen und sich selbst feiern. Doch darum ging es mir ganz besonders nicht, denn ich glaube verstanden zu haben, dass sich dieses Bild, das die Menschen von Hip Hop haben, nicht mit dem Lebensbild der wirklichen Akteure dieser Kultur und des Musikgenres deckt. Deshalb habe ich versucht, Hip-Hop-Elemente (wie Graffiti oder Breakdance) mit der Ruhe zu verknüpfen: mit Nachdenklichem, mit Melancholie - ein stark ausschlaggebendes, wiederkehrendes Element meiner Fotografie. Und natürlich wollte ich die Schönheit der Stadt zeigen, durch die Hamburg zu einer der Wiegen des deustchen Raps wurde. Ich hoffe sehr, diese Verbindung von Hip Hop, Nachdenklichkeit, Hamburg und selbstverständlich und ganz besonders Shawtys einzigartiger Persönlichkeit ist mir gelungen.

Mir hat es riesigen Spaß gemacht. Vielen Dank auch noch mal an Def Shop, die Klamotten beigesteuert haben. Und genau deshalb steht dieses Fotoshooting in einer verlassenen Fabrikanlage in Hammerbrook unter dem Motto "Til my hip don't hop anymore" - angelehnt an eine Textzeile von Eminem.

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