Posterous theme by Cory Watilo

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Die unglaubliche Wandlungsfähigkeit des Nick Cave

Seit noch gar nicht allzu langer Zeit gehört der Singer-Songwriter Nick Cave zu meinem Stamm-Musikensemble. Ein Punkt, für den ich ihn mehr als die meisten anderen Musiker schätze, ist, dass er Künstler geblieben ist, während vielen dem schnellen Geld hinterhergelaufen sind. Cave versteht es, bei jedem Gig mit seinen Songs zu spielen, sodass jede Version anders klingt, ein anderes Element den Song ausmacht.

Eine eher langsamere Version hat Nick Cave 2004 in Portugal vorgetragen.

Eine schnellere Version gibt es hier - dazu noch mit Sprechgesang und verändertem Text:

Eine teilweise schnellere und aggressivere Version mit seiner Band "And The Bad Seeds"

Nicht nur Nick Caves Gabe, jeden Song immer und immer wieder zu verwandeln hat ihm eine große Ehrung eingebracht: ein Cover durch Johnny Cash.

Wow, der muss live noch mehr rocken. Wäre gerne dabei, wenn er sich in Deutschland rumtreibt. Musste mal gesagt werden.

Meine größte musikalische Entdeckung 2009

Die Zeit der Listen hat begonnen und hier ist meine: Meine größte musikalische Entdeckung 2009. Jeweils für einen männlichen und einen weiblichen Künstler.

Sinead O'Connor

Eine Frau mit einer gewaltigen Stimme und unendlich viel Gefühl.

Christy Moore

Ein Folk-Sänger mit vielen intelligenten Texten und einer unverwechselbaren Stimme.

Und bei euch?

Empfehlung: Irischer Rock von "The Mighty Ploughboys"

Die amerikanische Band "The Mighty Ploughboys" war so freundlich, mir ihre CD zukommen zu lassen. Gestern erreichte sie mich - mit Autogrammen und Widmung der Bandmitglieder. Auf ihrer Debut-Single "Hat City Irish" findet sich ein guter Mix aus eigenen geschrieben und bekannten irischen Songs, meiner Meinung nach am besten daraus "Tell my mum", "Star of the County Down", "Home Again", "Black and Tans", "Mary's Song" sowie ihre Version des bekannten irischen Songs "Foggy Dew". Was ich an den Jungs großartig finde, ist ihre Fähigkeit, Lieder neu und rockig zu interpretieren. Auf ihrer Website bieten sie einige Songs zum Download an.

Foggy Dew (live):

Star of the County Down:

Home Again:

Black and Tans:

(download)

Lewis Hine und seine Fotos von Kinderarbeit im Amerika des 20. Jahrhunderts

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Lewis Hine ist ein amerikanischer Fotograf, der Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts die Kinderarbeiter in Amerika fotografiert hat. Unglaubliche Zeugen einer vergessenen Zeit. Eine Sammlung seiner Fotos in hochauflösender Qualität gibt es übrigens hier.

[Das obige Bild zeigt eine Baseball-Mannschaft, die fast ausschließlich aus Kinderarbeitern bestand.]

Christy Moore

Ich habe heute Christy Moore für mich entdeckt. Der irische Musiker hat einige großartige Songs geschrieben und gecovert.

"Ride On" ist das beste Lied, dieses Gefühl zusammen mit der Authentizität - ich nehme es ihm ab.

Auch hervorragend ist "Smoke and Strong Whiskey".

Ich hätte nicht gedacht, dass es jemanden gibt, der an die Version von Johnny Cash herankommt. Oh doch, Christy Moore hat das geschafft. In einer Soundcheck-Pause.

Eine gute musikalische Entdeckung. Bin stolz auf mich.

Liebe Gesellschaft, heute geht es um Dicke

Liebe Gesellschaft,

heute wende ich mich wieder an dich, nachdem ich einige Kommentare zu dem Lied "Heavy Cross" der Band "The Gossip" gelesen habe. Ein Kommentator schreibt, dass "dieser fetten Schlampe nicht erlaubt sein sollte, berühmt zu sein" (gemeint ist damit die Sängerin), ein anderer schreibt "Sie ist erfolgreich genug, um jeden Monat Tausende für Krispy Kreme auszugeben" und noch einer sogar: "Dicke Frauen machen Musik und haben schoene Stimmen damit sie in der Gesellschaft akzeptiert werden. Stell dir vor dieses fette Rinozeroskalb haette diese Stimme nicht". So, hier wird es geschmacklos.

Ich wusste bisher nicht, dass du, liebe Gesellschaft, Dicke nicht akzeptierst, sodass diese erst "Musik machen" müssen, "damit sie in der Gesellschaft akzeptiert werden". Kannst du mir das erklären, liebe Gesellschaft? Kommt es auf das Körpergewicht an, ob man ein guter Mensch ist oder nicht?

Und wieso schreiben so viele dieser Menschen, "Sie ist hässlich, aber der Song ist gut". Kommt es denn bei der Musik nicht auf viel mehr an, als auf das Aussehen des Künstlers? Was ist mit den Emotionen? Kann eine dickere Frau das nicht? Kann eine dünne das viel besser? Oder ist es bei der Musik, wie bei dem Essen: "Das Auge sieht mit?". Das wäre mir neu.

Lass uns da mal drüber reden, Gesellschaft. Ich stehe zum Gespräch bereit. Ich warte und höre derweil ein bisschen Musik von "The Gossip". Nicht aus Trotz, sondern weil sie gut ist.

In Erwartung einer baldigen Antwort,

Dein Timo