Archive for the ‘Unjournalistisches’ Category

Skype-Investor steigt bei cellity ein

Dienstag, Juli 3rd, 2007

Es ist wohl eine Ehre, als die erste Investition von Mangrove Capital Partners in Deutschland in die Geschichte eingehen zu dürfen. Mangrove Capital Partners, das sind die Leute, die als erste bei Skype investierten. Im September 2005 gibt eBay den Kauf von Skype für 2,6 Milliarden US-Dollar bekannt.

Neben Mangrove haben auch Neuhaus Partners und BrainsToVentures in das Unternehmen cellity investiert. Die Investitionssumme soll im hohen einstelligen Bereich liegen.

Wie cellity in ihrer Pressemitteilung schreibt, wiord cellity “mit dem zusätzlichen Kapital […] vor allem das internationale Geschäft unterstützen. Bereits in den nächsten Tagen stellt das Hamburger Unternehmen das Produkt „cellity worldCALL“ vor”. Wir dürfen also gespannt sein!

Ich lasse mal die Frage offen, warum so viele Venture Capital-Unternehmen nach Bäumen benannt sind. Solange “Eiche Capital” oder “Birke Investments” dort bleiben, wo sie (nicht) sind.

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Machtwort: Ich sage “der” Blog und bin glücklich!

Samstag, Juni 16th, 2007

Es sind so Diskussionen wie ich sie hasse. Tausendmal diskutiert, tausendmal kein Kompromiss gefunden. Die deutsche Sprache ist wandelbar, Jungs! Deshalb verließ ich auch die Session beim BarCamp von Martin und Robert frühzeitig, als wieder die alten Diskussionen aufgerollt wurden. Dazu gehört nicht nur “Braucht ein Blog Trackbacks” sondern auch “Der Artikel von ‘Blog’”.

Mike ist es diesmal, der einem vorschreiben will, was man zu sagen / schreiben hat. Und Nicole ist es, die sagt, ich würde kleine Kinder fressen (”Wer der Blog sagt frißt auch kleine Kinder.”). Und die ganzen anderen sind es, die mal wieder die Diskussion mitspielen. Mache ich nun auch. Und immer wenn mich einer nach meiner Meinung fragt, werde ich auf diesen Artikel verweisen, denn langsam hab ich es satt. Tut mir leid, ist aber so.

Ich blogge (erst) seit einem Jahr und sage seit der Anfangszeit “der Blog”. Ab und zu kommt mir ein “das” über die Lippen oder besser über die Finger. Ich sage “DER” Blog. Mir ist es egal, ob jemand mich deswegen auslacht. Ich sage trotzdem “DER” Blog. Ist mir ja auch egal, ob jemand “die Blog” sagt. Blogs von Log abzuleiten und zu sagen, im Englischen heißt es “the blog” und deshalb muss es “das” heißen ist falsch. Heißt ja auch “DER” Download.

Vor einiger Zeit habe ich mich mal mit Alexander darüber unterhalten, nach welchen Prinzipien und Regeln man Artikel für Dinge verteilt (beispielsweise “der Tisch”, “die Reise”). Wer entscheidet, wann der Tisch “männlich” und wann die Reise “weiblich” ist? Er sagte mir daraufhin, dass sich das durch die Benutzung entscheidet. So kann es durchaus sein, dass in einigen Regionen Deutschland (die mehr oder weniger von der Außenwelt abgeschnitten sein müssten) jemand “das Reise” sagt. Bei Personen ist die Verteilung da klarer: die Tante, der Onkel, die Oma aber aufpassen Außsnahme: das Mädchen.

Aussagen wie “Für mich persönlich ist es ziemlich einfach: wer “der Blog” sagt, ist definitiv kein Alt-Blogger. Auch eine Einordnungshilfe…” sind für mich echt daneben und heitern das Klima in der Blogosphäre nicht gerade auf. In der Nazizeit wollten uns Leute auch mal was vorschreiben…

Ich will damit sagen, dass niemand einem anderen vorzuschreiben hat, welche Artikel er gebraucht, theoretisch auch nicht bei “Tisch”. Es gibt dort keine Regel, nur Häufigkeiten der Verwendung. Wenn immer mehr Leute “der Tisch” sagen werden diejenigen (wenn es sie denn geben sollte), die “das Tisch” präferieren, irgendwann “aussterben”.

Ein Blog fragt sogar, “Für was […] es einen Duden [braucht], wenn dieser keine sprachlichen Leitplanken setzt”. Der Duden kann gar nicht vorschreiben, wie jemand zu reden hat. Niemand kann das. Nur um verstanden zu werden, sollte man sich bemühen. Der Duden setzt keine Leitplanken, wie der Autor es formuliert hat. Der Duden fungiert als Spiegelbild der deutschen Sprache. Besser: der Duden zeigt, wie die meisten reden und schreiben.

Der Duden “erlaubt” übrigens beides. Und bei Loic Le Meur gab es diese Diskussion auch mal.

Das Zitat “Ich ziehe “das Blog” vor, obwohl ich als Bayer auch an “der Butter” und “der Radio” gewöhnt bin ;-)”, beweist meine oben genannte These.

Tagesspiegel-Relaunch

Mittwoch, Juni 6th, 2007

Die Leute von Relaunch-Team des Tagesspiegels haben das exzellent hinbekommen. Der bereits vor zwei Tagen vollzogene Relauch sieht vom Design her klasse aus:

Tagesspiegel.de geht als erste deutsche Nachrichtenseite im Breitformat ins Netz. Mit einer für den deutschen Markt ungewöhnlichen Seitenbreite von über 975 Pixeln orientiert sich das Portal an internationalen Vorbildern wie der „New York Times“.

Das in der Überschrift enthaltene Wort “fabriger” mag es vielleicht nicht so ganz treffen, aber übersichtlicher wird es auf jedenfall. Die Seite der NYTimes ist wohl vom Design her meiner Meinung nach weltweit führend.

Vor kurzen sind bereits ZEIT online und WELT gerelauncht/regelauncht (schwierig, wie heißt denn das nun?).

Ab Montag im Praktikum

Samstag, Mai 5th, 2007

Am Montag werde ich mein zweites Betriebspraktikum beginnen. Dieses Mal zieht es mich in eine lokale Zeitungsredaktion. Hier ein Auszug aus meinem “Vorbericht”, in dem ich schildere, was ich dort lernen möchte:

Mein bester Freund mach zur selben Zeit dort sein Praktikum. Zusammen mit ihm möchte ich gerne Befragungen durchführen, an Pressekonferenzen teilnehmen, Barsinghäuser Politiker interviewen, selbst kleine Artikel schreiben. In der Mittagspause können wir zusammen Essen gehen.
Ich hoffe auch, dass ich nach dem Praktikum bessere journalistische Artikel schreiben kann und weiß, wie man ein ordentliches Interview führt.

Im letzten Jahr war ich bei einem Unternehmen, das Software für Erdgasunternehmen hergestellt hat. Dort lernte ich viele interessante Sachen über Erdgas - mein Abschlussbericht war eine glatte 1. Damals schrieb ich:

Gebracht hat mir das Praktikum viel. Ich habe dadurch festgestellt, dass der Beruf eines Programmierers zwar schön und das Klima dort sehr gut ist, der der Beruf aber trotzdem nichts für mich wäre, obwohl ich das Thema Erdgas sehr spannend und interessant finde und nach Beendigung des Praktikums, auch für meinen Thematischen Bericht, viel über Erdgas gelesen habe.
Ich habe unter anderem Erfahrungen im Bereich Excel gesammelt. Nun weiß ich beispielsweise wie man mit Excel bzw. Konkurrenzprogrammen automatisch die Mehrwertsteuer auf einen bestimmten Betrag aufrechnen kann und wie man auch komplizierte Tabellendokumente erstellt.

Mal sehen, wie es wird. Und mal sehen, wie die dort über Blogs denken :). Dienstag muss ich dann früher gehen, da mein ehemaliger Klassenlehrer beerdigt wird. Er war vergangenen Samstag gestorben.

Feuer im Rostocker Block

Dienstag, Mai 1st, 2007

Ich glaube ich werde nie verstehen, wie man so blöd sein kann. Im gestrigen Spiel Rot-Weiß-Essen gegen Hansa Rostock (der Abstigskandidat gegen den Aufstiegsaspiranten) musste das Spiel kurzzeitig unterbrochen werden, weil einige Rostocker Fans ein “kleines” Feuerchen machten und Raketen auf das Spielfeld flogen. Der Schiedsrichter unterbrach das Spiel für fünf Minuten und schützte somit sich und die Spieler. Paule Beinlich, einer der beliebtesten Spieler von Hansa Rostock, steht zuvor vor seinem Block und schimpft herum. Nachfolgend einige Videos:

Zu guter Letzt dieses Video. Videomaterial ist gut, aber leider hat die Person versucht Hochformat aufzunehmen, was mit einer Videokamera nicht geht (Tipp: Kopf drehen):

Fußball wurde auch gespielt. Ein Untentschieden (0:0), das niemanden hilft.

Meinung zu Jugendlichen

Montag, April 30th, 2007

Der Sajonara-Mensch Alex hat ein Kommentar über Yannick und mich veröffentlicht, auf das ich sehr stolz bin. Wollte es euch nicht vorenthalten:

@René: Yannick ist 14, will aber wie ein Erwachsener wahrgenommen werden. Er wird dieser Aufgabe auch gerecht, genauso wie z. B. Timo. Beide sind in der Lage, mit der Situation umzugehen. Ich halte wenig davon, wenn man auf der einen Seite von ihnen verlangt, sie sollten Leistung bringen, sie dann auf der anderen Seite nicht ernst zu nehmen oder eben in die Schublade zu stecken, sie sind noch jung. Ich sage nicht, dass du das tust, aber es gibt Leute, die das tun. Ich mache keine Unterschiede - ob jemand 14 oder 54 ist, spielt für mich keine Rolle. Wenn jemand ernst genommen werden will, werde ich ihn auch ernst nehmen, und nicht z. B. sagen, komm Junge, geh spielen. - Kritik gehört zum Geschäft. Ich bin ein offener Mensch, und sage, wenn mir was nicht passt. Timo macht das übrigens auch so. ;) Das war alles. Ich kann auch mit Yannick trotzdem, wenn er mal qua Gesetz alt genug sein wird, ein Bierchen trinken gehen. ;) Kritikfähigkeit ist für mich in der heutigen Zeit wichtig.

Wie ich mir das Leben vorstelle

Sonntag, April 22nd, 2007

Es ist ein sonniger Morgen. Normalerweise sitze ich in einem Büro, das ich mit anderen Journalisten, Webdesignern und sonstigen Freelancern gemietet habe. Aber da es so ein schöner Morgen ist verziehe ich mich mit meinem Laptop nach draußen, trinke eine heiße Schokalade, chatte mit netten Menschen und arbeite ein nur wenig, wenn überhaupt. Ich teile mir meine Zeit selbst ein. Ich tue, wozu ich gerade Lust habe. Nicht dieses unkoordinierte Tun, sondern ein durch und durch geordnetes Tun, das ab und zu auch mal in kreativen Phasen mündet. Ich schreibe journalistische Artikel, schreibe Kurzgeschichten oder Bücher und blogge nebenbei. Ich mache immer das von den dreien, wozu ich gerade Lust habe.
Und wo sitze ich? Natürlich im schönen Hamburg. Irgendwo in einem der vielen Cafés. Wenn ich gerade nichts zu tun habe, treffe ich spontan alle möglichen Leute. Wieder in Cafés.

Das ist meine Vorstellung von Leben. Und eure?

Diener des Überwachungsstaates

Samstag, April 21st, 2007

Am Donnerstag haben wir in der Schule eine kleine Protestaktion gestartet. Wir haben unsern Klassenraum mit Schildern verschönert, auf denen unter anderem “1984 in real”, “Schäuble = neue Stasi”, “Big Brother gets real” und “Hallo, Überwachungsstaat. Juhu.” (dieses Schild hing genau über dem Spiegel) standen. Wurde zwar angeklebt, war aber nicht unentfernbar.
Ein etwas korpulenterer Mitschüler, der für sein lehrergehorchendes und unüberlegtes Verhalten bekannt ist, sah sie sich kurz an und entfernte sie auf die alte Methode - er riss sie ab. Ein paar konnten wir jedoch, nicht zuletzt durch waghalsigen und todesmutigen Einsatz des eigenen Körpers, beschützen. Die Person litt anschließend unter Zwischenrufen wie “Diener des Überwachungsstaates” und Schriftzügen mit “[Name der Person], mein Führer” (mit letzterem hab ich nichts zu tun), die unter anderem an der Tafel standen.

Twitter für Photos

Freitag, April 6th, 2007

Sicher kennt ihr alle Twitter und Jaiku. Radar.net bietet nun ein Instant Photosharing an. Man schickt seine Bilder, die man entweder mit dem Handy oder einer normalen Digitalkamera gemacht hat, an Radar und deine Freunde können sie sehen. Wie gesagt: Twitter/Jaiku für Photos.

Das ist meiner Meinung nach ein sehr interessantes Konzept, das aber leider beim ersten Testen nicht ging. Ich sendete also eine E-Mail an eine nur mir bekannte Adresse mit einem *.jpg-Photo als Anhang, Radar erkannte es jedoch nicht. Mal sehen, ob es später noch erscheint.

Erstaunlicher Inder

Donnerstag, April 5th, 2007

Habe vorhin einen Inder kennengelernt, der am dortigen Goethe-Institut für 2 Jahre Deutsch studiert hat. Er schreibt sehr sehr gut und mag die Sprache. Ich finde soetwas großartig.
Mir ist sogar aufgefallen, dass er besser Deutsch schreibt als viele viele Immigranten, die hier schon ihr ganzes Leben verbringen oder schon seit Jahren hier leben.

Haben wir als Eingeborene Einheimische eine Mitschuld? Sollte man Immigranten verbessern, wenn sie etwas Falsches sagen oder eine Redewendung quasi entfremden? Mir geht es nicht darum, dass sie den Unterschied zwischen Standart und Standard kennen, dass sie “dass” von “das” unterscheiden (was ich persönlich für mehr als einfach halte) sondern darum, Artikel richtig zu verwenden, wenn sie verwendet werdet:

Beispiel: “Gib Ball” oder “Warst du eben Fußball?”. Beim letzten wird einfach das Wort “spielen” weggelassen. Deshalb war auch einmal meine Antwort: “Ne, ich war kein Fußball”. Natürlich wusste ich genau was gemeint war…

Also, schreibt mir eure Meinung zum Thema und zur oben genannten Frage nach dem Verbessern.