Archive for the ‘Microformats’ Category

Warum ihr euch die aktuelle T3N-Ausgabe kaufen solltet

Montag, Juni 2nd, 2008

Nein, nicht nur aus dem Grund, dass ich einen doppelseitigen Artikel über Twitter und Mikroblogging geschrieben habe. Die aktuelle T3N ist die beste, die ich bisher gelesen habe. Gute Artikel, guter Mix zwischen Open Source, Web und Typo3.

In dieser Ausgabe geht es um Wordpress als CMS nutzen, Livestreaming (geschrieben von Achim Barczok), Twitter (wie bereits erwähnt von mir), Lifestreaming (von Johannes Kleske), Screencasts, Social Networks (Marcel Weiss von Netzwertig), Open Source-Social Networks, Community-Baukästen (von Oliver Überholz), NoseRub von Dirk Olbertz, einem Artikel von @kosmar, Mikroformates, ein Interview mit Frank Westphal von Rivva, Erstellung eines Business Plans und last but not least eine Kolumne von Robert Basic.

Woah, gepallte Power an Wissen und hochkarätigen Autoren mit Ahnung vom Fach. Respekt!

Disclosure: Ich mache ab August ein einjähriges Praktikum bei T3N.

BCRN: Session “Microformats” (für Einsteiger)

Sonntag, November 25th, 2007

Microformats

Matthias Pfefferle
notizblog.org

- hCalendar ist ein Format um Kalendardaten in HTML auszudrücken
- in einem normalen System steht alles gleich dar
- lasse die Maschinen wissen, worum es sich handelt (z.B. Event)
- Microformts ist anders als das semantische Web (keine neue Sprache zu entwickeln)
- andere Begriffe: Semantic XHTML, real world semantics, lowercase semantic web, lossless XHTML
- man versucht nicht, das Pferd nochmal neu zu erfinden
- XFN (XHTML friendly network) war eines der ersten. Link weiter beschreiben (Relationship zu anderen)
- Vorteile: effektivere Suche, dezentrale Community, portable Daten, Single-Sign-On, exportieren von Kontakten
- nanoformats: Twitter-Microformats (Locations per Twitter bewerten)
- Wer nutzt denn Microformats (Flickr, Upcoming, Google Search, Blogger, Google Maps, .Mac, Apple Store, WordPress, Last.fm, BBC)
- IE 8 soll MFs unterstützen (gibt auch Stellenausschreibungen)
- Firefox ab 3 nativ
- Konkurrenz: rdfa

Microformats: Humans first, machines second

Sonntag, Oktober 14th, 2007

Florian Beer schreibt in seiner gut und verständlich geschriebenen Diplomarbeit (via yatil), dass trotz dem Entwicklungen immer ein wichtiger Leisatz bestehen bleibt: Humans first, machines second. Dieser ist auch bei Microformats.org neben einigen anderen definiert. Er schreibt: “Dabei ist wichtig, dass ein Microformat einerseits darstellbar, also für Menschen lesbar, auf der anderen Seite aber auch für ein Programm verarbeitbar sein muss.”

Finde ich einen sehr guten Hauptleitsatz, denn trotz aller Lesbarkeit für Maschinen wird Wert darauf gesetzt, dass die Menschen das Geschriebene auch noch verstehen müssen.

Linksammlung und Gedanken zu “Microformats”

Sonntag, Oktober 14th, 2007

Habe gestern mal rumgefragt, ob jemand gute Einführungen für Neulinge hat, da ich mich mal damit auseinandersetzen wollte. Überall taucht der Begriff auf, aber mehr als eine vage Vorstellung, was denn nun “Microformats” sind, habe ich nicht. Deshalb hier eine kleine Linksammlung:

Alles in allem läuft das alles darauf hinaus, dass wir Texte nicht nur für uns als Menschen schreiben, sondern auch für Maschinen. Diese können Texte, in denen die Daten, die Orte sowie das “Was?” einheitlich und nach einem gewissen Schema markiert sind, einfach besser lesen. Und darüber hinaus beeinträchten sie das Lesen für den Menschen in keinster Weise. Das zeigt Eric Eggert sehr schön in seinem Vortrag. Er erläutert anhand eines Termins, dass ein Text für Menschen leicht zu entschlüsseln ist, aber für Maschinen eher Kauderwelsch darstellt. Microformats dient dazu, eine Maschine zu verstehen zu geben, was wir mit dem Text ausdrücken wollen. Durch einfache Befehle weiß eine Suchmaschine zum Beispiel, dass es sich um einen Termin handelt, wann er beginnt, wo er stattfindet und wie er heißt.

Dr. Benedikt Köhler schreibt über Links, die die Suchmaschinen wissen lassen, wie man zu der verlinkten Person steht. Das geht über das Format XFN, wo der Tag bedeutet, dass Tom Alby von Macophilia ein Freund ist, den ich “physisch” kenne.
Ein bekanntes Format ist auch hCard, das Informationen über Personen abspeichert und von vielen Social Networks genutzt wird. Man kann diese Daten dann beispielsweise als vCard exportieren. Ich persönlich finde diese Funktion sehr gut, denn wir kommen damit dem Punkt näher, auf unsere Daten frei zugreifen zu können.

Dennis Blöte zeigte beim Webmontag Bremen, was Microformats denn sind. Es ist kein neuer Standard, sondern eine Erweiterung, die auf XML und XHTML beruht. Er setzt sich außerdem mit dem hCard-Format auseinander und zeigt gut und verständlich, wie man mit ein wenig Coding eine Maschine wissen lassen kann, welches der “given-name” und welches der “family-name” ist. Das könnte auch gut für das Verständnis zwischen Kulturen sein, die den Familiennamen und den Vornamen vertauscht haben, wie in einigen asiatischen Ländern. Die Suchmaschine wüsste nun, dass der Nachname zuerst kommt und könnte auch auf Suchanfragen, die den Namen verdrehen, entsprechend reagieren. Sehe ich das richtig?
Technorati setzt das den “rel-tag” ein, um Schlagwörter zu finden. Das hCalendar-Format hilft bei der Suche nach Terminen. Dennis schreibt, es wären interessante Dinge damit möglich. So kann man sein persönliches soziales Netz oder das eines anderen darstellen. Meine spontane Idee war, dass man das doch bei zukünftigen Social Networks anwenden könnte? Zeig her deine Blogroll. Und das Social Network added automatisch Leute, die mit “friend met” gekennzeichnet sind. Interessant wäre auch, über diese Formate Freunde von einem Social Network zu exportieren, um es bei einem anderen wieder zu importieren. Natürlich könnte man so (oder einfacher per hCard) natürlich auch dezentrale Social Networks realisieren.

Sebastian Küpers schreibt, Microformats sind eine Erweiterung für XHTML und “eben keine neue Technologie”. Er berichtet auch von einem Format namens hreview, das es ermöglicht, standardisierte Rezensionen zu schreiben. Ein kurzer Blick auf oben verlinkte Seite zeigt, dass es dafür sogar einen Creator gibt. Sebastian beschäftigt sich darüber hinaus ausführlich mit Microformats.

Microformats bieten eine Vielzahl an Möglichkeiten zur besseren Kommunikation und zum besseren Verständnis. Sie sind ein erster und richtiger Schritt in Richtung Semantic Web (mit dem ich mich auch noch näher beschäftigen werde in Zukunft), auch wenn Dennis Blöte mir schreibt, dass sie nicht Teil des Semantic Webs sind (im Gegensatz zu Eric Eggert übrigens).
Leider sehe ich, dass es bisher nur ein englischsprachiges Buch darüber gibt. Weiß jemand genaueres, ob ein deutschsprachiges wenigstens geplant is?