Archive for the ‘Essay’ Category

Eine Chronik meines Internet-Lebens, autobiografisch

Sonntag, November 16th, 2008

Im März 2001 bekam ich im Alter von zehn Jahren meinen ersten Computer. Meine Eltern machten ein richtiges Geheimnis darum, doch eines Abends holte mein Vater ihn aus dem Keller hoch und wir bauten ihn auf. Es war ein Aldi-Rechner mit einem Windows-Millenium-Betriebssystem. Ich weiß noch, dass meine Mutter mir Windows Word zeigte und mir erklärte, wie ich ein Dokument anzulegen hatte. Auch erinnere ich mich daran, dass ich sofort zu tippen begann, ganz ohne Scheu vor diesem großen Kasten und dem noch größeren Bildschirm. Der Rechner steht immer noch bei uns herum, wird aber nur noch sporadisch verwendet.

2002 bekamen wir Internet, damals noch über ein 56k-Modem, das beim Einwählen immer diese lustigen, quietischenden Töne machte und studenlang unsere Telefonverbindung nach außen kappte. Da ich nicht jeden Tag ins Internet durfte, schrieb ich die Seiten auf, die ich das nächste Mal besuchen wollte. Einer dieser Zettel hat die lange Zeit überdauert und lautet: “Disney.com, Lego.com, Tolkienworld”, was meine damaligen Interessen als Elfjähriger wohl mehr oder minder gut widerspiegelt.
Ich kann mich noch daran erinnern, dass wir später eine 500-MB-Begrenzung beim Internet hatten. Das war eine Art Flatrate, bei der 500 MB die Obergrenze darstellte. Verbrauchte man mehr, musste man mehr bezahlen. Wir verbrauchten fast immer mehr.

Im November 2003 bekam ich meinen zweiten Windows-Computer, von dem aus ich auch diese Zeilen tippe. Er kam wieder von Aldi. Meine Oma schenkte ihn mir offiziell zu Weihnachten, doch ich durfte schon früher damit arbeiten. Es war der erste Computer, der auch in meinem Zimmer stand und den ich ganz für mich allein hatte. Auf ihm lief — und es läuft bis heute darauf — Windows XP. Doch solange wir kein DSL hatten, das ließ noch bis 2004 auf sich warten, hatte dieser Computer keine Verbindung zum Internet.

Meine erste Homepage hatte ich spätestens am 4. August 2003 um 18:23 (hier eine Liste mit anderen Gästebucheinträgen von mir damals). Zu dieser Uhrzeit hinterließ ich einen Gästebucheintrag auf einer Beepworld-Seite, der “Deine Seite ist Super, Besucht mal meine” lautete (Rechtschreibfehler eingeschlossen) und heute immer noch online existiert. Ich weiß noch, dass ich damals meine Eltern um Erlaubnis fragte, ob ich mir bei Beepworld eine Homepage anlegen dürfe. Sie lasen sich die Geschäftsbedingungen von Beepworld aufmerksam durch und stimmten etwas widerwillig zu.

Ab dieser Zeit etwa war ich stark in Chats und Foren aktiv und hatte spätestens seit dem 28. September 2003 mein eigenes Forum. Die Chats und Foren machte ich erst als “flooger” (ab Mitte 2003) und dann als “upim” (Mitte 2004) unsicher. Kurze Zeit zuvor war ich bereits als “timoheuer” in den Chats aktiv. Der Name “flooger”, von vielen damals oft als “flogger” falsch geschrieben, sollte eigentlich eine Suchmaschine werden. Deshalb auch das Google-hafte Doppel-O.

Schon damals waren die von Cybersexfantasien und von schmierigen Gesellen behausten Chatrooms nichts für mich. Mich zog es stattdessen in die 30plus-Abteilung des Beepworld-Chats, wo ich viele Leute kennenlernte. Unter anderem sind mir noch die Namen “wony” und “bingabine” von damals im Kopf. Letzere bezeichnete mich auf ihrer Homepage als jemanden, davon habe ich einen Ausdruck vorliegen (7. Dezember 2003), “der mir öfters hilft bei Pc-Problemen, oder auch schon mal umgekehrt”. Sie nannten mich ihren “Lieblings-Jungchatter” und nach der Schule freute ich mich auf die Unterhaltungen mit ihr und den anderen Chattern. Das mag komisch klingen, aber damals konnte ich mit Erwachsenen bessere Gespräche führen als mit Gleichaltrigen.

Eine eigene E-Mail-Adresse hatte ich erst vergleichsweise spät. Leider hat Yahoo! die E-Mails von damals wegen zu langer Inaktivität gelöscht. Doch erstellte Kontaktdaten sind noch da. Der älteste Kontakt stammt vom 25.12.2003 um 08:53. Ich denke aber, ich hatte schon um einiges früher eine E-Mail-Adresse. Meine Mutter zeigte mir damals, wie ich mir bei Yahoo! ganz leicht selbst eine erstellen konnte. Sie hatte das kurz zuvor bei einer Weiterbildung gelernt.

Nachtrag 17. November Ein ausgedrucktes Dokument belegt, dass ich bereits vor dem 27. März 2003 eine E-Mail-Adresse besaß.

Laut meinen Unterlagen registrierte ich meine erste Domain am 8. Februar 2004 bei United Domains. Es war www.simpsons34.com mit Weiterleitung auf eine Beepworld-Seite von mir über die Simpsons, eine Serie, die ich damals wie heute gerne sehe. Der erste Backup der “Wayback Machine” stammt vom 7. April 2004 und lässt erahnen, welche Qualität die Seite damals hatte.

Im August 2004, nach einem Italienurlaub mit der Familie, änderte ich meinen Nickname in “upim”. Noch heute fragen mich viele Leute danach und damals wie heute lautet die Antwort wie folgt: Wir fuhren im Auto den Gardasee entlang. In einem der Orte gab es ein Modegeschäft. Dieses hieß “upim”.

Im März 2004 bekamen wir dann schließlich einen DSL-Anschluss. Da das Kabel nicht in den alten Millenium-Rechner passte, bekam schließlich der neue Rechner Internet.

Anfang 2005 installierte ich mein erstes richtiges Forum. Ich war während dieser Zeit in der Woltlab-Burning-Board-Szene aktiv. Das WBB ist eine Forensoftware aus Deutschland. Wie bereits gesagt installierte ich Anfang 2005 mein eigenes Supportboard für WBB, das relativ gut begann, das ich aber im Juli desselben Jahres wieder einstellte. Im WoltLab-Wiki, das eine Chronologie des WBB anfertigte, ist als Grund “Schließung von ourWBB wegen Inaktitivät.” vermerkt, vermutlich durch mich selbst. Im Google-Cache kann man ein Interview von mir nachlesen, das ich damals gab.

Die nachfolgende Zeit wird von mir gerne und oft verdrängt. Zusammen mit zwei Schulfreunden gründete ich — damals durch die Unmündigkeit geschützt — eine Gruppe und ein Forum, in dem wir verschiedene “Dinge” tauschten (um es mal mit “Dingen” diplomatisch auszudrücken). Bald darauf stieg ich aber wieder aus. Zur damaligen Zeit war ich aber in der Materie drin und suchte mit speziellen Programmen nach freien Servern im Ausland, auf die wir die “Dinge” schieben und sie mit speziellen Programmen anderen zur Verfügung strellen konnten. Zu dieser Zeit lernte ich auch den Unterschied zwischen Hackern und Crackern kennen. Auch Begriffe wie FXP, Pub, Leechen, Pubstro, Stro oder Warez habe ich noch behalten. Jahre später las ich das Buch “No Copy” der beiden Autoren Jan Krömer und Evrim Sen. Absolute Leseempfehlung für jeden, der mit den oben genannten Begrifflichkeiten etwas anfangen kann.

Mitte 2006 zeigte sich, dass ich ein wenig das Blut eines Unternehmers in mir hatte. Mit einem Schulfreund zusammen schuf ich ein Online-Portal, das in einigen Jahren mit den großen konkurrieren sollte. Im Nachhinein kindliche Naivität, aber damals glaubten wir daran. Ich denke als Unternehmer muss man sich immer höhere Ziele stecken, als man wirklich zu erreichen vermag. Sonst fehlt der Ansporn und der nötige Ehrgeiz. Wir hatten damals “Korrespondenten”, die kostenlos Nachrichten für uns schrieben. So saßen diese “Korrespondenten” in den Benelux-Staaten, in Italien, Estland und sogar Israel. Andere designten für uns oder schrieben Programme. Wir hatten sogar jemanden, der einen eigenen Messenger programmierte. Er war ein gebürtiger Pole, der nach Großbritannien gezogen war. Auch ein eigenes, gut funktionierendes CMS hatten wir. Nun gut, all das hat nicht geklappt, war aber eine interessante Erfahrung.

Achja, und seit April 2006 blogge ich, davon gibt es Belege; vermutlich begann ich aber schon früher damit. Viele meiner ersten Beiträge sind gelöscht. Bei der CeBIT 2007 traf ich mich dann mit Sarik Weber, der gleichzeitig die erste Person ist, die von meinem Internet-Leben in das reale Leben hüpfte. Das war am 17. März 2007. Mein erstes Web-2.0-Event kam nur einen Tag später, nämlich am 18. März. Es war das WeblogCamp ebenfalls auf der CeBIT.

Nach Jahren — mehr oder weniger — treuer Dienste kam es dann, dass ich Windows nicht mehr in die Augen sehen konnte. Ich entschied mich für ein Macbook, das ich mir am 24. Oktober 2007 bei Gravis in Hannover kaufte.

Abgezockt wurde ich im Internet nur genau ein Mal. Damals fiel ich auf einen falschen IQ-Test herein und musste 30 Euro bezahlen, nachdem ich es nicht auf eine gerichtliche Auseinandersetzung ankommen lassen wollte. Die Firma meldete ich später bei der Wettbewerbszentrale, von der ich leider nie wieder etwas hörte…

Erstaunlich übrigens, dass ich während dieser ganzen Zeit niemals das Verlangen hatte, eine Programmiersprache zu erlernen. Oft werde ich zwar darauf angesprochen, dass ich ja wenigstens HTML (jaja, keine Programmiersprache sondern eine Auszeichnungssprache, ich weiß) hätte lernen können. Nun, ich denke auch in Zukunft nicht darüber nach, an meinem Nichtwissen auf diesem Bereich etwas zu ändern…

Nachtrag vom 16. November, 11:26 Uhr: Bei den Recherchen zu diesem Beitrag bin ich auf die freenet-Blogs aufmerksam geworden. Dieser Blog mit dem Namen “upim”, wie bereits erwähnt mein alter Nickname, ist mit dem ersten Eintrag auf den 19.12.2003 um 07:32:57 Uhr datiert. Bedeutet: Bereits 2003 wusste ich, wie man ein Blog verwendete. Ich nannte es zwar “mein Tagebuch” und tat eigentlich nichts außer auf meine Homepage zu linken und zu schreiben “So es ist 7.30 und ich habe nix gemacht außer im Chat gechattet! fg.”, aber immerhin.

Nachtrag vom 17. November, 20:30 Uhr: Ein ausgedrucktes Dokument belegt, dass ich bereits vor dem 27. März 2003 eine E-Mail-Adresse besaß.

Wie Digital Natives das Leben der Zukunft bestimmen werden

Sonntag, August 10th, 2008

Digital Natives sind durch die verschiedensten Möglichkeiten und Tools weit miteinander vernetzt — sei es StudiVZ oder SchülerVZ, sei es MSN oder ICQ. Die Jugendlichen von heute nutzen diese Dienste ganz selbstverständlich. Sie laden Bilder hoch, kommentieren sich gegenseitig auf ihren Gästebüchern, füllen bereitwillig die Profildaten aus und machen neue Freunde online. Doch es birgt auch Gefahren, seine intimsten Geheimnisse einer großen Menschengruppe online preiszugeben. Immer öfter lesen Personalentscheider mit, was die zukünftigen Mitarbeiter online treiben. Privatbilder von Saufgelagen oder sonstige obzöne Gesten können extrem kontraproduktiv wirken. Inwiefern Bewerber tatsächlich aufgrund ihrer Bilder bei Social Networks nicht eingestellt wurden, das vermögen wohl nur die Personal-Leute selbst zu sagen.

Jugendliche haben ein verändertes Verständnis von vielen Dingen. Ihnen ist das Copyright weitesgehend fremd. Sie verstehen nicht, weshalb es verwerflich sein soll, einen Text online zu kopieren, auszudrucken und dem Lehrer vorzulegen. Sie bezahlen weder für Musik aus dem Internet, noch gehen sie oft ins Kino. Die Musik kommt von einer der dutzenden Filesharing-Anbieter, die Filme brennen sie sich untereinander. Eine Tausch-Kultur hat sich bei den Jugendlichen etabliert. Daten die sie nicht anfassen können, sollten frei sein. Der Gang in die Bücherei beispielsweise wird nur noch getätigt, wenn es unbedingt sein muss. An Informationen online heranzukommen ist schließlich einfacher, als in Karteiregistern in einer Bücherei danach zu suchen.

Über Handy, Social Network und Messenger sind Digital Natives mir ihren Freunden jederzeit vernetzt. Ein Handyentzug wäre für sie, als würde man den Eltern den wichtigen Führerschein entziehen. Sie tippen SMS, sie telefonieren, sie gehen online, spielen Songs ab und tauschen gegenseitig eben jene. Das Handy ist ein multifunktionaler Alleskönner und aus dem Leben der Jugendlichen nicht mehr wegzudenken. Ob als Taschenrechner im Mathematik-Unterricht oder als MP3-Player während der Pause, das Handy ist auch in der Schule angekommen. Lehrer müssen sich außerdem auf Cyberbullying einstellen, also das Knipsen von Fotos oder Erstellen von Videos der Lehrer oder Mitschüler. Diese Form des Mobbing kann über die Schule hinaus gehen und die betroffenen Jugendlichen oder Lehrer bis nach Hause begleiten. Die Möglichkeiten der Tausch-Gesellschaft machen eine Verhinderung der Verbreitung quasi unmöglich — Bluetooth und das mobile Internet helfen bei der schnellen Streuung der Inhalte.

Wir Digital Natives lesen auch weniger Tageszeitungen als die Erwachsenen. Für uns relevante Nachrichten und Informationen bekommen wir online. Um jemanden zu kontaktieren versenden Digital Natives statt einer E-Mail lieber eine StudiVZ-Nachricht. E-Mail-Adresse sind nur dazu da, um sich bei den unzähligen Social Networks und Gaming-Seiten anzumelden oder gegebenenfalls einer älteren Person eine Nachricht zukommen zu lassen, die für StudiVZ zu alt ist. Sprich: E-Mails spielen in der Kommunikation so gut wie keine Rolle.

Das Internet ist für sie etwas, dass einfach da ist, sobald sie ihre Rechner einfahren. Eventuell kennen sie auch noch das “ins Internet gehen”, das mit quietschenden Modemgeräuschenm verbunden war. Dank flächendeckenden Breitbandanschlüssen gehört das in die Vergangenheit. Sobald man den Rechner hochfährt, ist das Internet einfach da. Es gehört dazu wie die Maus, wie die Tastatur und wie der Bildschirm.

In Zukunft werden sie in das Arbeitsleben einsteigen oder sind es bereits. Ihre Abeitgeber müssen sich darauf einstellen, dass eine gesamte Generation die Dinge anders tut — digital tut. Sie werden die Arbeit der Zukunft beeinflussen und wandeln, denn sie haben Enterprise 2.0 im Blut.

Alle weiteren Informationen dazu, wie denn nun Digital Natives ticken, kann man einem englischsprachigen Artikel entnehmen, den ich für den Harvard Digital Natives Blog geschrieben habe. Außerdem speichere ich mir interessante Links auch unter dem Bookmark “teensimweb” ab.

Linksammlung und Gedanken zu “Microformats”

Sonntag, Oktober 14th, 2007

Habe gestern mal rumgefragt, ob jemand gute Einführungen für Neulinge hat, da ich mich mal damit auseinandersetzen wollte. Überall taucht der Begriff auf, aber mehr als eine vage Vorstellung, was denn nun “Microformats” sind, habe ich nicht. Deshalb hier eine kleine Linksammlung:

Alles in allem läuft das alles darauf hinaus, dass wir Texte nicht nur für uns als Menschen schreiben, sondern auch für Maschinen. Diese können Texte, in denen die Daten, die Orte sowie das “Was?” einheitlich und nach einem gewissen Schema markiert sind, einfach besser lesen. Und darüber hinaus beeinträchten sie das Lesen für den Menschen in keinster Weise. Das zeigt Eric Eggert sehr schön in seinem Vortrag. Er erläutert anhand eines Termins, dass ein Text für Menschen leicht zu entschlüsseln ist, aber für Maschinen eher Kauderwelsch darstellt. Microformats dient dazu, eine Maschine zu verstehen zu geben, was wir mit dem Text ausdrücken wollen. Durch einfache Befehle weiß eine Suchmaschine zum Beispiel, dass es sich um einen Termin handelt, wann er beginnt, wo er stattfindet und wie er heißt.

Dr. Benedikt Köhler schreibt über Links, die die Suchmaschinen wissen lassen, wie man zu der verlinkten Person steht. Das geht über das Format XFN, wo der Tag bedeutet, dass Tom Alby von Macophilia ein Freund ist, den ich “physisch” kenne.
Ein bekanntes Format ist auch hCard, das Informationen über Personen abspeichert und von vielen Social Networks genutzt wird. Man kann diese Daten dann beispielsweise als vCard exportieren. Ich persönlich finde diese Funktion sehr gut, denn wir kommen damit dem Punkt näher, auf unsere Daten frei zugreifen zu können.

Dennis Blöte zeigte beim Webmontag Bremen, was Microformats denn sind. Es ist kein neuer Standard, sondern eine Erweiterung, die auf XML und XHTML beruht. Er setzt sich außerdem mit dem hCard-Format auseinander und zeigt gut und verständlich, wie man mit ein wenig Coding eine Maschine wissen lassen kann, welches der “given-name” und welches der “family-name” ist. Das könnte auch gut für das Verständnis zwischen Kulturen sein, die den Familiennamen und den Vornamen vertauscht haben, wie in einigen asiatischen Ländern. Die Suchmaschine wüsste nun, dass der Nachname zuerst kommt und könnte auch auf Suchanfragen, die den Namen verdrehen, entsprechend reagieren. Sehe ich das richtig?
Technorati setzt das den “rel-tag” ein, um Schlagwörter zu finden. Das hCalendar-Format hilft bei der Suche nach Terminen. Dennis schreibt, es wären interessante Dinge damit möglich. So kann man sein persönliches soziales Netz oder das eines anderen darstellen. Meine spontane Idee war, dass man das doch bei zukünftigen Social Networks anwenden könnte? Zeig her deine Blogroll. Und das Social Network added automatisch Leute, die mit “friend met” gekennzeichnet sind. Interessant wäre auch, über diese Formate Freunde von einem Social Network zu exportieren, um es bei einem anderen wieder zu importieren. Natürlich könnte man so (oder einfacher per hCard) natürlich auch dezentrale Social Networks realisieren.

Sebastian Küpers schreibt, Microformats sind eine Erweiterung für XHTML und “eben keine neue Technologie”. Er berichtet auch von einem Format namens hreview, das es ermöglicht, standardisierte Rezensionen zu schreiben. Ein kurzer Blick auf oben verlinkte Seite zeigt, dass es dafür sogar einen Creator gibt. Sebastian beschäftigt sich darüber hinaus ausführlich mit Microformats.

Microformats bieten eine Vielzahl an Möglichkeiten zur besseren Kommunikation und zum besseren Verständnis. Sie sind ein erster und richtiger Schritt in Richtung Semantic Web (mit dem ich mich auch noch näher beschäftigen werde in Zukunft), auch wenn Dennis Blöte mir schreibt, dass sie nicht Teil des Semantic Webs sind (im Gegensatz zu Eric Eggert übrigens).
Leider sehe ich, dass es bisher nur ein englischsprachiges Buch darüber gibt. Weiß jemand genaueres, ob ein deutschsprachiges wenigstens geplant is?