Kategorie: Unjournalistisches
Zu folgendem Posting hat mich ein Eintrag im “Selbstständig im Netz”-Blog hingerissen, den ich auch kommentiert habe.
Der Unterschied zwischen selbst vermittelten Anzeigen und trigami bzw. Hallimash ist, dass mit bezahlten Beiträgen die Meinung des Bloggers nicht beeinflusst wird. Ich habe schon oft über von trigami bekommene Aufträge negativ berichtet und sehe da keine Beeinflussung durch das Geld, das man für ein Review bekommt, positiv zu schreiben oder etwas schön zu reden. Im Gegensatz dazu stehen die Anzeigen, die man selbst vermittelt. Das sind dann die Anbieter, die sich selbst bei den Bloggern melden um auf ihren Blogs Banner und Anzeigen zu schalten.
Dadurch entsteht eine Abhängigkeit und ein Konflikt, der auch oft in den traditionellen Medien zu sehen ist: Redaktionelle Inhalte vs. die Interessen der Anzeigenschalter / Sponsoren. Für einen einzelnen Blogger, der sowohl für die Anzeigen als auch für die Inhalte, sprich die Blogpostings verantwortlich ist, ein schwer zu trennendes Thema. Es entsteht eine Abhängigkeit vom Geldgeber. Wer würde schon negativ in seinem Blog über jemanden berichten wollen, von dem er verlangt, dass dieser auch im kommenden Monat wieder Geld für Banner auf dem eigenen Blog bezahlt?
Gegenmeinung Yannick Eckl:
John Chow ist von niemandem mehr abhängig
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Mag sein, dass er bei so vielen Interessenten es sich erlauben kann, wenn jemand abspringt. Das können aber nicht alle und viele sind auf das Geld “angewiesen”. Außerdem der liebe Herr Chow hat ein Blog, das einfach nur überladen auf mich wirkt und nicht besser als die ganzen Layer-Ads ist. Dieser Typ hat mehr blinkende und nervende Werbung als Conent. Ich würde nicht erst vorher den relevanten Content suchen wollen, bevor ich ihn lesen kann.
John Chow weiß vielleicht, wie man mit Bloggen Geld macht, aber man sollte nicht bloggen des Geldes wegen, wie Chow es macht. Hinter jedem seiner “Tipps” steckt doch irgendwo wieder ein Affiliate-Link, über den Chow Geld verdient. Werbung, Werbung darübüber wie man mit Werbung Geld verdient, Werbung über andere Werbeblogs und viel mehr Werbung.
Ich selbst behaupte von mir, fast werbefrei zu sein. Ich hatte auch lange Zeit über Google AdSense und ein wenig Guthaben angehäuft, bevor ich schließlich den ganzen Mist rausgeschmissen habe. Momentan schreibe ich ab und zu bezahlte Postings, das “Was ich lese” ist ein Amazon-Referer-Link, 1 Anzeige von LinkLift, zwei Mal Werbung für Bezahl-Posting-Seiten sowie einmal das Buch “Web 2.0” von einem guten Freund von mir, namentlich Tom Alby.
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“Wer würde schon negativ in seinem Blog über jemanden berichten wollen, von dem er verlangt, dass dieser auch im kommenden Monat wieder Geld für Banner auf dem eigenen Blog bezahlt?”
Wer würde schon irgendeine windige Firma bewerben, die es verdient hätte, dass man negativ über sie schreibt? Ich nicht.
“Hinter jedem seiner “Tipps” steckt doch irgendwo wieder ein Affiliate-Link, über den Chow Geld verdient.”
Zum Teil sind es Tipps, ja. Ich habe “durch ihn” schon ein paar Dollar gemacht. Wieso soll er dafür nicht belohnt werden?
Februar 9th, 2008 at 18:27Ich muss Yannick Recht geben, wenn er meint, warum sollte er nicht belohnt werden, der Chow. Ich muss aber auch dir Recht geben, wenn du meinst, dass Chows Seite eine Litfasssäule ist. Aber wie man’s macht, es ist halt seine Entscheidung - ich wollte meine Seite auch nie derart augen- und leseunfreundlich gestalten. Die vielen Blinkereien, die die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, usf.
Chow ist wahrscheinlich auch jemand, der es des Geldes wegen tut, und dann muss man sich nicht wundern, wenn am Ende sinnfreie Hinweise dabei herausspringen. Das ist wie Kaffeefahrt nur im Netz. Aber das mit den Affiliates hatte man schon vor den Blogs. Es gibt Paidmails, Paidlinks, etc. schon lange. Und auf Webseiten ist man auf tipps gestoßen, die eigentlich nur deshalb dort standen, weil man selbst etwas vermitteln wollte.
Bei Trigami bewerbe ich mich nur für Aufträge, die auch thematisch ins Portfolio passen. Ich hab bei Linklift in einem halben Jahr auch gut ein halbes Dutzend Linkwerbungen abgelehnt. Warum? Nun, weil ich für manche Dinge eben keine Werbung machen möchte. Ich überlege mir das sehr gut. Und als ich erfuhr, dass die Google-Menschen George Bushs Wahlkampf unterstützt haben, kam ich zu dem Schluss - das kann ich nicht mit mir vereinbaren.
Februar 10th, 2008 at 13:03Achja, möchte noch was loswerden:
“Das liegt nicht ausschließlich am Wechseln des Designs sondern auch daran, dass mir das Bloggen soviel Spaß macht, dass ich damit kein Geld durch Werbung mehr verdienen möchte - zumindest vorerst.”
Warum schreibst Du nicht einfach, dass es dir kaum was eingebracht hat? (Warum auch immer, zu wenig Besucher wahrscheinlich). Wäre doch kein Thema. Aber dann zu sagen “Ich möchte mit dem Bloggen kein Geld verdienen”, ist einfach nur unglaubwürdig. Hättest du mit Adsense gut verdient, hättest du es drin gelassen.
Februar 10th, 2008 at 13:34Kann sein, dass ich dann andere Erfahrungen gemacht hätte, wenn ich es drinnen gelassen habe. Habe ich aber nicht, auch aus dem von dir erwähnten Grund: Es brachte mir einfach nichts ein. Na klar, habe ich es damals deswegen rausgehauen.
Februar 12th, 2008 at 13:42Auf der einen Seite könnte es mir natürlich gefallen, Geld zu verdienen mit AdSense, aber auf der andereren Seite sehe ich mir öfters einige Blogs an, die mal mit “ein winzigwenig AdSense” begonnen haben (hat der Chow doch sicher auch?) und nun voller nerviger Werbung sind.
Du hast recht daß John Chow es mittlerweile ein bisschen übertreibt. Aber ich bin ziemlich sicher daß das nicht von Anfang an so war. Der Unterschied zu jetzt ist halt daß er es sich leisten kann ein paar genervte Stammleser zu verlieren. Und sein erklärtes Ziel ist ja nunmal mit seinem Blog Geld zu verdienen und das zieht er halt konsequent durch. Natürlich haben andere Blogger auch ein andere Motivation zum Bloggen aber so ist das eben. Jeder so wie er mag.
Februar 12th, 2008 at 14:48Solange Chow gleichmässige Besucherzahlen hat, würde ich an seiner Stelle auch die Werbung erhöhen und damit kräftig Geld verdienen. Niemand der das Potenzial zum Geldverdinen auf seiner Seite hat sagt “dass er damit kein Geld durch Werbung mehr verdienen möchte”. Wenn man dann nicht mehr arbeiten muss ist das doch genial.
Februar 19th, 2008 at 18:42[…] das man sich erstmal leisten können muss. Ob man das deshalb nur den reichen überlassen sollte, sei mal dahingestellt. Außerdem sollte man sich rein sicherheitshalber dran errinern, dass irgendeine […]
Februar 26th, 2008 at 06:06[…] Frage ist durchaus berechtigt und wird z.B. hier auch […]
Juni 17th, 2008 at 13:44