Weshalb Social Networks offen sein müssen!

04.01.08

Kategorie: Schnipsel

Einige Social Networks bieten bereits Features an, mit denen man sein Adressbuch aus E-Mail-Providern oder Thunderbird und Outlook importieren kann und so sehen kann, welche Kontakte bei den jeweiligen Social Networks bereits registriert sind. Das kann beispielsweise im CVS-Format funktionieren. Aber auch vCards sind begehrte Mittel. Damit kann man sogar die Kontakte bei XING exportieren und bei LinkedIn importieren (Xing Snyc).

Fakt ist, dass sich Social Networks zwar mit E-Mail-Adressen und Adressbuchablgeichen bedienen, aber wenig dafür zurückgeben. Ein direkter XING-Abgleich auf anderen Social Networks ist nicht mehr möglich. Daniela Hinrichs schreibt dort:

We strongly recommend that you not pass along your XING login data to any other application on other social networks.

Warum empfiehlt XING auf der einen Seite, keine Synchronisationen zu machen, auf der anderen Seite aber preisen sie einen Adressbuchabgleich an? Nehmen, nur nicht geben? Man muss ihnen jedoch die Kontakte-Export-Funktion positiv anrechnen, auch wenn diese (wie der Name “Mobile export” schon sagt) eigentlich für Handys gedacht ist. Der erste Schritt ist so gemacht.

Es gibt aber natürlich auch (andere) positive Beispiele: Wevent. Die Bremer Jungs von Wevent bieten eine Twitter-Sync an. Das funktioniert über das Microformat hCard (ähnlich der angesprochenen vCard). Die Funktion “Freundesliste importieren” fordert die URL zum eigenen Profil eines Social Networks, die Microformats unterstützen (Twitter und last.fm werden von Wevent als Beispiele genannt).

Twitter ist einer der wenigen Dienste, die es meiner Meinung nach schon verstanden haben. Der Rest ist bisher noch geschlossen. Die ganze aktuelle Geschichte und Diskussion mit Robert Scoble bringt jedoch zurzeit eine Diskussion nach sich, dessen Ausgang hoffentlich für unser aller Daten von Vorteil sein wird, wenn nicht sogar sein muss.

Das läuft daraus hinauf, dass Daten portabler sein müssen und die User die volle Gewalt, sprich Exportieren aller Daten und Zugriff, haben.

2 Antworten bei “Weshalb Social Networks offen sein müssen!”

  1. Oliver Berger

    hallo Timo,

    du sprichst hier, insbesondere auch im Ausblick auf Mobile2.0 und die Zukunft des Web und dessen Applikationen, eine sehr wichtige Sache an.

    Der User einer SNS ist letztlich der, der entscheiden sollte, was wann wie mit seinen (eingegebenen) Daten passieren kann/darf/soll und auch und vor allem, wie und wofür er diese verwenden kann.

    Wir haben ja gerade vorhin schon über diese StartUp-Idee gesprochen. Sie beschäftigt sich exakt mit diesem Problem und der “Ownership of (personal, entered) Data” und wenn du nach wie vor interessiert bist, lasse ich dir gerne nach dem nächsten Brainstorming ein paar Infos zukommen.

    Viele Grüße und bitte mehr von diesen Postings auf deinem Blog ;),
    Oliver

  2. Scoble, Plaxo, Facebook - dabei könnte alles so einfach sein - Sajonara.de - Internetmagazin

    […] jetzt noch ein Mal etwas differenzierter: Timo steht mit seiner Meinung, Datenmigration möglich zu machen, nicht alleine da. Im Gegenteil, viele werden ihm zustimmen, so auch ich, dass […]

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