Bilder und erste Eindrücke vom BarCampBerlin2

04.11.07

Kategorie: BarCampBerlin2

Gestern ab 7:21 ging es erstmal mit der S-Bahn in Richtung Hannover Hauptbahnhof. Dort sollte ich mich mit Jan Christe vom t3n-Magazin fahren, der extra wegen mir einen Platz im selben Wagen reserviert hat. Aber es sollte anders kommen…

Wie man es so macht, habe ich mich am Wagenstandsanzeiger erkundigt, wo mein Wagen hält. Ich habe mich richtig positioniert und gewartet, bis mein Zug kommt. So weit so gut. Der ICE rollt also ein und eigenwilligerweise ist mein Wagen ganz am anderen Ende des Gleies. Komisch. Macht nichts, denke ich mir und renne ihm entgegenen. Während meines Runs frage ich schnell eine Mitarbeiterin, ob ich auch wirklich in die richtige Richtung laufe. Ihre Antwort, schon fast geschrien: “Sind Sie des Wahnsinns, steigen Sie schnell ein!”. Also einfach irgendwo rein.

Bei meinem Glück war das die erste Klasse und ich denke “Scheiß drauf, wenn die hier so blöd sind”. Na gut, nach 10 Minuten genießens der Beinfreiheit und der WELT habe ich mich dann entschlossen, Richtung meines Wagens weiter durchzugehen. Natürlich kam, wie es kommen musste, irgendwann einfach ein Ende und der Wagen hörte auf, ohne dass man weiter durchgehen konnte. “Schnell einen Platz suchen”, dachte ich mir. Ja und so kam es, dass ich dann im Spielplatzabteil mit einem MacBook saß, während 3- bis 5-jährige Kinder von einem Klettergerüst aus Bälle auf mich warfen. Na gut, keine Bälle, aber wirklich fast so!

Angekommen in Berlin-Spandau kurz nach 10, Jan Christe hatte ich im Zug angerufen und wir haben uns in Spandau verabredet. Puh, da ist er.

Wir unterhalten uns ein wenig und ich bekomme interessante Eindrücke in T3N, das erste Printmagazin der Welt zum Thema Typo3, das aber neben Typo3 auch andere interessante Themen im Heft beinhaltet. (Auf der Rückfahrt habe ich mal ein wenig geblättert und gelesen darin. Eine sehr interessante Story zum Thema “Die Macht von Google”, wo es um Google Analytics geht, sowie ein Beitrag zu Ruby on Rails von Dennis Blöte).

Nach einer sechsminütigen Fahrt mit der Regionalbahn nach Berlin-Chalottenburg steigen wir aus. Es wurde getwittert, dass die Location direkt hinter einem Haus mit roter Plane ist. Es dauert nicht lange, dann sind wir da. Ein Schild weist “3. Hof, 3. Stock” als Locationort aus und ein weiteres ist ausgeschildert.

Auf dem Weg dorthin treffen wir Tina Pickhardt und Oliver Überholz mit zwei Begleitern.

Oben angekommen. Erstmal Namensschilder machen und Aufkleber mit dem BarCamp-Logo gibt’s auch. Hände schütteln.

Zusammen mit Jan erstmal seinen Kollegen Andreas suchen, der sich direkt vors BarCamp-Grid verzogen hat. Wir treffen Andreas. Kurz darauf, nachdem ich das erste Mal vergeblich versuchte, das WLAN zum Laufen zu bringen, begann Fabio Bacigalupo auf Englisch mit einer Einführungsrede. Ich fand das persönlich sehr gut - so gehört es sich für ein internationales BarCamp.

Die traditionelle Vorstellungsrude, in der jeder sich mit drei Tags beschreibt, gab es leider nicht. Nach Hamburg habe ich sie nun auch in Berlin verpasst. Sehr schade.

Während die Sessions vorgestellt wurde, verzog ich mich kurz (so plante ich es jedenfalls) in einen Raum, um das WLAN einzurichten. Der dafür benötigte Code hing an den Wänden. Ich persönlich hätte es besser gefunden, ihn jedem in die Hand zu drücken, denn so fotografierten die Leute den Code ab und standen in Trauben ihm die Aushangplätze herum.

Etliche Gespräche und zwei Donuts später, besuchte ich dann die erste Session des Tages. Lukas Rosenstock, Mitglied der europäischen OpenID-Foundation, sprach über OpenID und begann ganz von vorne, sodass auch Neulinge in dem Gebiet mithalten konnten. Teilweise wurde es mir zu technisch. Die Session wurde übrigens in Englisch abgehalten, sodass einige internationale Gesichter mitdiskutieren (ich erinnere mich an einen sehr netten Inder sowie jemanden vom Browser Flock). Alles verstand ich leider nicht. Vor alles die “Natives” redeten mir zu schnell :-)
Zweite Session war die von Thomas Schwenke, einem Rechtsanwalt für Webdesign und Online-Recht, der darüber referierte, wie man sich als Start-up eine Marke schützen lassen kann und was man beachten sollte. Ich freute mich, Thomas endlich einmal mit Haut und Knochen zu sehen und werde ihn als einen Anwalt in Erinnerung behalten, dem man das definitiv nicht ansieht ;-).

Da ich um 14 Uhr einen Termin hatte, verließ ich seine Session frühzeitig. Irgendwo dort (oder, wie ich eher glaube, schon vorher) habe ich dann meine Jacke vergessen. Eine schwarze Sommerjacke. Später beim Suchen habe ich zwar eine gefunden, die war auch schwarz, hatte aber etwas rotes drin und war leider nicht meine.

Um kurz nach zwei traf ich mich mit Anna Krawiec und Steffen Brünn, zwei der fünf Gründer von ViiF, einem Unternehmen, dass es ermöglicht, Videos mit dem Handy ohne vorher zu installierende Handy-Applikation aufzunehmen und in einem Player zu bloggen. Eine neue und interessante Form des MoBloggings, pardon, MoVloggings.

Wir führen gemeinsam ins Sankt Oberholz, einem Kultcafé in Berlin-Mitte. Auf der Fahrt dorthin machten wir ein wenig Sightseeing. Wir fuhren an der Humboldt-Universität vorbei, an der Technischen Universität, am Reichstag, am Roten Rathaus, an der Spree, am Berliner Dom, natürlich auch am Brandenburger Tor, an verschiedenen anderen Kirchen, am Sitz des Bundesrats und an einigen anderen Stätten, deren Namen mir aber leider nicht mehr einfällt :-). Und natürlich sind wir einige interessante Straßen langgefahren (Straße des 17. Juni, Unter den Linden) sowie über coole Plätze gefahren (Alexanderplatz, Potsdamer Platz).

Im Oberholz war es wirklich so, wie es die “Legenden” und “Mythen” sagen - ohne Laptop ist man ein Außenseiter ;-). Viele Leute arbeiteten dort und die digitale Bohème lässt grüßen.

Anschließend führen wir zu ViiF, um uns die Lunch 2.0 Location anzusehen. Dort wird am 5. November 2007 ab 17 Uhr geluncht. Sehr schöne Büroraume haben die dort! Gibt später heute auch noch ein Video von einer Büroführung, einem Interview mit den beiden sowie die Vorführung der Funktionen von ViiF.

Danach war ich für ein paar Minuten wieder beim BarCamp, suchte ein wenig nach meiner Jacke, gab eine “Vermittenanzeige” auf und bekam von jemanden versichert, dass ich sie zurück bekomme, wenn sie beim Aufräumen gefunden wird. Klasse! :-)
Später am Bahnhof Charlottenburg traf ich Matthias von Jimdo, einem Homepagebaukasten, den ich ansprach, weil er immer noch sein Namensschild trug. Er wollte Richtung Potsdam, ich Richtung Spandau. Wir tauschten Visitenkarten und ich stieg in die S75 Richtung Spandau. Nach längerer Zeit als eingeplant war ich da, kaufte mir noch einen Simpsons-Comic stieg in meinen ICE und verschwand gen Hannover..

Ich bedanke mir vor allem bei ViiF! Außerdem bei allen BarCampern und wünsche ihnen auch heute noch einen schönen Tag. Natürlich geht ein größer Teil des Danks an das Orga-Team vom BarCamp, das jederzeit ansprechbar war, in deutsch sowie in englisch. Vielen Dank für den coolen Tag!

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