Kategorie: Bezahltes Schreiben
Hinweis: Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag.
Kennt ihr das, wenn einem nichts einfällt, was man der Tante zum Geburtstag oder der Großmutter zu Weihnachten schenken soll? Ja, schenken will gelernt sein. Hier durchstößt mydays.de den kalten Boden voller Geld zum Geburtstag oder Süßigkeiten zu Weihnachten. Wie wäre es stattdessen mit einem sogennanntenä Gama Goat zu fahren oder sich mit einer Runde Paintball abzureagieren? Genau das ist das Gebiet, das mydays abdeckt. Sogar einen Raketenstart bietet “mydays.de” an.
Der Aufbau der Seite ist recht simpel: ein rotes Design, Menüleisten und Bilder. Teilweise gibt es pixelige Rundungen, aber das sei verzeiht. Das Design ist leider nicht sehr einprägsam und hat wenig Wiedererkennungswert, ebenso wie das Logo.
Oben im Menü finden sich die verschiedenen Kategorien der angebotenen Erlebnisse, von Action über Gourmet bis Space. Ja, Space. Wer mal eben über 12.500 Euro hat, kann “an den Rand des Universums”. Mit 50.000 Fuß pro Minute steigt man hinauf. Da fängt es schon an: wieso 50.000 Fuß? Laut Wikipedia ist ein amerikanischer Fuß 30,48 cm. Lässt man Google umrechnen, kommen 15.240 Meter raus, die man pro Minute steigt. Immer noch gewaltig, wenn man bedenkt, dass man mit 254 Meter pro Sekunde gen Himmel rast, aber halt schon vorstellbar, im Gegensatz zu den genannten 50.000 Fuß, die eine noch größere Geschwindigkeit suggerieren sollen. Doch das soll nicht die einzige Kritik, an dem Angebot sein. Vom “Rand des Universums” ist die Sprache. “Stratosphärenflug in 22 km Flughöhe”. Der Weltraum beginnt zwar laut NASA und US Air Force in einer Höhe von 80 Kilometern, aber belassen wir die Insassen im Glauben, sie wären im All. Stratosphäre, schreibt auch mydays.de. Die Stratosphäre jedoch ist nur die zweite Schicht der Atmosphäre, darüber befindet sich noch Mesosphäre bis dann endlich das Universum beginnt. Nun gut, ich gebe es zu, man kann in der Beschreibung schlecht schreiben, dass knapp über der Troposphäre (also der untersten Schicht) geflogen wird. Soviel nur dazu.
mydays bietet die Möglichkeit, dem Geschmack entsprechend Erlebnisse zu finden. Testweise gebe ich “Mann - Adrenalin - Raum Hannover - Fahren - Deutschland - Preis: egal”. Für 99 Euro kann man in Hannover einen Ferrari 550 Maranello fahren - genial! Schauen wir uns also dieses Angebot als Beispiel an. Es liegen zwar bisher keine Kundenrezensionen vor, das soll uns aber nicht weiter stören. Für 3,30 Euro pro Minute führt ein “geübter Fahrer” die Person 30 Minuten lang durch Hannover und Umland. Ob man sich die Strecke selbst aussuchen könnte, das steht nicht dabei. Bestellen kann man einen Gutschein oder ein Ticket. Doch wo ist der Unterschied? Ich glaube das kann das Schaubild von mydays sehr gut selbst erklären. Tickets sind fest gebucht und eher etwas für Leute, die es sozusagen sich selbst schenken. Gutscheine sind umtauschbar, kommen per Post und eher zum Verschenken gut. Für 60 Euro mehr kann man in Hamburg sogar einen Ferrari selbst fahren - aber das scheidet bei mir ja eh aus.
Konkurrenz findet sich vor allem bei Jochen Schweizer. Die beiden sind die Marktführer auf dem Gebiet. Auch die von e-netconsulting (dem Sponsor des letzten Lunch 2.0) technisch umgesetzte Seite takeaday und Yamando decken den Bereich außergewöhnliche Geschenkideen ab. takeaday hat ebenfalls einen Erlebnissfinder.
Der Name „mydays“ ist nicht sehr gelungen, wenn es nach mir geht. Wir alle wissen, für was „meine Tage haben“ im Deutschen steht. Und genau das wäre wohl bei einem Outdoor-Tagescamp eher unpassend. Auch das rote Design der Seite widerlegt meine Vermutung nicht gerade…
“Wo sehen Sie MYDAYS in 10 Jahren?” ist die schwere Frage. In unserer heutigen Zeit geht es schnell, dass Unternehmen wieder dahin versinken, wo sie herkommen. mydays.de traue ich das auf keinen Fall zu. Wenn die Originellität stimmt, was bei mydays.de der Fall ist, dann passiert das auch nicht so schnell. Ob es in 10 Jahren überhaupt noch Internet gibt, wie wir es kennen, oder ob mydays dann ihre Angebote per 3D-Internet verbreitet, mag ich auch nicht zu prophezeien.
Buchen kann man nicht nur online, sondern auch in 600 Reisebüros.
Fazit: mydays.de ist schlicht aufgebaut und leicht zu verstehen. Teilweise versuchen die Beschreibungen der Erlebnisse aber, nochmehr Spannung aufzubauen. Das habe ich am Space-Beispiel versucht zu erläutern. Die angebotene Suchfunktion zeigt, dass im gesamten Bundesgebiet interessante Erlebnisse auf die Kunden / Beschenkten warten (aber auch Erlebnisse in anderen Ländern bietet mydays.de an). Der stärkste Konkurrent ist Jochen Schweizer, aber es gibt doch noch ein paar mehr Anbieter. Der Name von mydays.de ist meines Erachtens nicht gut gewählt, denn er lässt schnell einen anderen Zusammenhang vermuten. Alles in allem kann ich die Seite empfehlen, denn die Kritikpunkte sind nicht so groß und wahrscheinlich in der Branche üblich (zumindest das “Spannung erzeugen”, denn man will ja was verkaufen).
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