Einschläfern

29.03.07

Kategorie: Unjournalistisches

Von einen Tag auf den anderen ändert sich ein ganzes Leben. Von einen Tag auf den anderen dreht sich alles um 180 Grad. Von einen Tag auf den anderen erfährt man, dass der Hase totkrank ist, einen Abszess hat und morgen eingeschläfert werden muss.
Ihre letzte Nacht. Sie, das ist ein Zwergkaninchen mit Namen Goldi. Sie isst schon nicht mehr richtig. Am gestrigen Tag war alles wie immer. Sie hat sich sogar ganz einfach in ihr Weggehkörbchen setzen lassen. Doch heute morgen aß sie nichts mehr, ließ sogar ihre Leibspeise ungefressen zurück. Nun sitzt sie im Körbchen. Das Reinbekommen dort war ein schwieriges Unterfangen, denn sie sträubte sich. Wäre es nicht so unfassbar, hätte ich gesagt, sie sträubt sich gegen den Tod. Aber ist das nicht besser? Natürlich ist der Tod nie eine Lösung, aber die Qualen die sie haben würde wären unvorstellbar, würde sie weiter unter uns weilen, sagte der Tierarzt. Der Abschied fällt schwer.
Nun ist sie aber bereit für den Weg zum Tierarzt. Fast 8 Jahren sind’s her, da kam sie zu uns. 1999. Im nächsten Monat hätte sie Geburtstag gehabt, wäre 8 geworden. Ein stattliches Alter.

Das ganze erinnert mich an die banale Realität jenseits des Bloggens. Das ganze erinnert mich an das Leben.

Eine Antwort bei “Einschläfern”

  1. Philipp

    Mein Beileid. Ich will mir gar nicht vorstellen, das mein Hund auch sterben könnte.

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