Kategorie: Journalistisches
Durch die “neuen redaktionelle Ausrichtung” der Readers Edition ergab sich diese Massenentlassung (oder der Aufbau “einen neue Moderatorentruppe”, wie es in einer internen E-Mail heißt), über die momentan in der Blogosphäre so viel zu lesen ist. In der Mail, die an alle entlassenen Moderatoren geschickt wurde, wird die Arbeit der ehrenamtlich tätigen ehemaligen Moderatoren eher heruntergespielt als geehrt. “Wir konnten nicht feststellen, dass Du mit diesen Aufgaben so gut zurecht kommst, wie es nötig wäre”, heißt es. Alle Moderatoren bekamen dieselbe Mail, nur die Anrede war individualisiert. Somit waren also anders gesagt alle Moderatoren unfähig, nicht nur vereinzelte. Auf jedenfall keine Anerkennung für eine gute Leistung… Aber es kommt noch besser: “Zumindest warst Du mit den wenigen Aktivitäten in den letzten Wochen nur mäßig hilfreich”, steht dort weiter geschrieben. Gestern Freund, heute Feind? Gestern Diener, heute Abgeschobener? “Vielen Dank an dieser Stelle für Deine bisherigen Aktivitäten”, bleibt dann nur noch zu sagen.
Den Moderatoren jedoch muss man Anstand vorwerfen, wenn man es so nennen will. Trotz einer mehr als hässlichen “Abfuhr” bleiben sie standhaft und veröffentlichen die Mail nur in Auszügen. Einer der Abgeschobenen sagt: “Das ist eine private Mail, sowas veröffentlicht man nicht”. Mein Pech, Readers Editions Glück…
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Readers Edition – nur echt nach Gutsherrenart.
Januar 30th, 2007 at 19:11Da wird das letzte Wort sicherlich noch nicht gesprochen sein.
Januar 30th, 2007 at 21:59[…] Timo Heuer: Ich war anfangs sehr begeistert von der Readers Edition. Doch diese Begeisterung nahm immer mehr ab, nicht zuletzt nachdem ich die Machenschaften dort verstand. Den Moderatoren, die meiner Meinung nach gute Arbeit leisteten wurden von der einen Sekunde auf die andere in einer nicht hinnehmbaren Form “gekündigt” (mir liegt die Mail vor). [Zitate darauf gibt es hier: http://www.timoheuer.com/2007/01/30/ihr-faulen-taugenichtse/]. Damals war ich schwer enttäuscht von der Readers Edition. Damals kündigte ich meinen Ausstieg dort an, da ich einem solchen Projekt nicht weiter mit Beiträgen helfen wollte. Und auch mein guter Freund Alexander hatte immer wieder Probleme und kleine Streitereien mit den Leuten dort. Beiträge von ihm wurden einfach “redigiert”. Doch das Verständnis des Wortes “Redigieren” sollte man der Readers Edition einmal erklären. Sie verstehen darunter das Verändern und fast schon Entstellen von Einsendungen. Ein Moderator hat sogar einen Artikel weitergeschrieben und um einige Absätze / einen Absatz, genau weiß ich es nicht mehr, ergänzt, da er “das Thema spannend” fand. […]
März 9th, 2007 at 16:28